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Müssen Eigenversorger die EEG-Umlage zahlen?

Grundsätzlich ja.

Seit dem Inkrafttreten des EEG 2014 besteht grundsätzlich auch für die Eigenversorgung die Pflicht zur - ggf. anteiligen - Zahlung der EEG-Umlage.

"Eigenversorgung" ist der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage auch selbst betreibt (Personenidentität).

Ausnahmen von der EEG-Umlagepflicht für die Eigenversorgung sind in §§ 61a bis 61f EEG 2017 geregelt. Dies betrifft u.a.

  • Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung bis 10 kW, für höchstens 10 MWh selbst verbrauchten Strom pro Kalenderjahr, oder
  • Bestandsanlagen unter den im EEG 2017 geregelten Voraussetzungen.

Die Clearingstelle hat zu Einzelfragen zur Anwendung und Auslegung des § 61 EEG 2014 die Empfehlung 2014/31 herausgegeben, deren Erwägungen im Grundsatz auch auf das EEG 2017 übertragbar sind.

Des Weiteren hat die Bundesnetzagentur ihren Leitfaden zur EEG-Umlagepflicht bei der Eigenversorgung nach § 61 EEG 2014 veröffentlicht.

Bitte beachten Sie, dass grundsätzlich jedwede Strommengen im Zusammenhang mit der EEG-Umlage an denjenigen Netzbetreiber mitzuteilen sind, der berechtigt ist, die EEG-Umlage zu erheben. Nähere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der Bundesnetzagentur. Werden die Strommengen bis zu der im EEG geregelten Frist nicht mitgeteilt, kann dies zur Erhöhung der EEG-Umlage auf diese Strommengen führen.

 

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