WEBVTT

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Ich begrüße Sie herzlich zum 50. Fachgespräch der Clearingstelle EEG KWKG.

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Schön, dass Sie heute hier im Festsaal der Berliner Stadtmission und online an den Schreibtischen dabei sind.

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Eigentlich wollten wir heute mit Ihnen über die für den Herbst angekündigte EEG-Novelle diskutieren.

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Aber bekanntlich ist der Herbst lang und die Novelle liegt noch nicht vor.

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Daher haben wir mit der Flexibilisierung ein Thema in den Mittelpunkt gestellt, das für das Gelingen der Energiewende entscheidend ist.

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Wenn es nicht gelingt, aus der alten Welt der Lastbänder und langfristigen Einspeisefahrpläne in ein hochflexibles und gleich kostengünstiges System des Ausgleichs von Einspeisung und Verbrauchslast zu kommen,

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dann wird die vollständige Dekarbonisierung der Energiewirtschaft nicht gelingen.

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Das ist allerdings keine so ganz neue Erkenntnis, wie sich auch an der Geschichte unserer inzwischen 50 Fachgespräche zeigen lässt.

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Wir haben also damit ein Thema aufgegriffen, das uns bereits seit dem ersten Fachgespräch am 22. Februar 2008 begleitet.

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Ich habe nachgezählt, es gab insgesamt 23 Fachgespräche, also gut jedes zweite, in denen die Flexibilisierung eine Rolle spielte.

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Mal vielleicht eher am Rande, aber auch manchmal ganz zentral.

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Beim ersten Fachgespräch, Sie sehen hier den Screenshot, ging zum Beispiel Herr Prof. Dr. Salje auf die Flexibilität beim Netzanschluss ein.

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Das ist ein Thema, das uns ja gerade auch wieder sehr intensiv beschäftigt, wenn auch vielleicht mit etwas anderen Vorzeichen.

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Aber auch das flexible Ausgleichen von Erzeugung und Verbrauch, insbesondere durch den Einsatz von Speichern,

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seien das batterieelektrische Speicher oder auch Molekülspeicher und Biogasanlagen, hat uns in vielen Fachgesprächen intensiv.

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verpflichtet.

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Das war nicht immer das reine Vergnügen, wie Sie zum Beispiel hier an der Folie links im Bild sehen können, an dem Screenshot,

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als mein Kollege Sönke Dibbern beim 21. Fachgespräch vor reichlich zehn Jahren einen Vortrag hielt und feststellen musste,

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dass es viele Fragen und wenig Antworten zum Speicherbetrieb gibt oder gab.

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Sicherlich jetzt nicht gerade Werbung in eigener Sache, aber das Feedback, das wir nach diesem 21. Fachgespräch bekommen,

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aus einem Bundestagsbüro, zeigt, dass wir mit unseren Fachgesprächen auch dann zur Klärung des Rechtsrahmens beigetragen haben,

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wenn wir viele Fragen aufgeworfen und nicht alle davon beantwortet haben.

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Mit der Flexibilisierung des Stromsystems, Stromerzeugung und Nachfrage ist es ja ein wenig wie mit dem Smart Meter Rollout.

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Alle sind sich im Prinzip einig, dass wir dringend mehr davon brauchen, aber die praktische Umsetzung kommt nicht so recht voran.

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Woran das liegt und welche Hebel hier noch umgelegt werden können, um noch schneller, noch mehr Flexibilität in den Strom- und Energiemarkt zu bringen,

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dazu werden wir heute von einem wie immer hochkarätigen Panel ans vorstrahlenden Meer hören, dem ich jetzt hier nicht vorgreife.

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Das 50. Fachgespräch.

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ist mir ein willkommener Anlass für eine Rückschau, die ich auch mit einem Appell verbinden möchte.

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Ich behaupte ganz unbescheiden, dass unsere Fachgespräche ein ganz wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende waren.

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Alle, die schon vor 15 oder 20 Jahren in der Energiewende aktiv waren, in der Energiewirtschaft,

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die erinnern sich sicherlich, wie teilweise zerstritten Anlagen und Netzbetreiber auf der einen und auf der anderen Seite sich gegenüberstanden.

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Es hatte sicherlich viele historische Gründe, auch wirtschaftliche Interessen lagen dem zugrunde.

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Aber ich bin überzeugt, es hatte auch sehr viel damit zu tun, dass es damals keinen Raum gab,

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in dem sich beide Seiten auf Augenhöhe begegnen und sachlich miteinander ins Gespräch kommen konnten.

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Die typischen und häufig vermutlich einzigen Ordner der Begegnung waren damals zumeist die Gerichtssäle.

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Die Clearingstelle unter Leitung von Sebastian Lowens hat damals diese Lücke,

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diese Lehrstelle erkannt und mit den Fachgesprächen einfach...

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geschaffen, nicht nur für einen gepflegten akademischen Austausch, sondern dafür respektvoll

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und lösungsorientiert miteinander ins Gespräch zu kommen, Auslegungsfragen zu diskutieren und

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die praktische Umsetzung des EEG und später auch des KWKG voranzubringen. Das hat zweifellos manches

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Gerichtsverfahren überflüssig gemacht und unserem Auftrag entsprechend Rechts- und

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Investitionssicherheit für Anlagen und Netzbetreiber geschaffen. Das wird auch in den

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nächsten 50 Fachgesprächen unser Anspruch sein, umso mehr als die Diskussion, wo die praktische

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Umsetzung der Energiewende in meiner Wahrnehmung gerade wieder etwas schärfer und polarisierender

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wird. Da wird an der einen Seite gelegentlich ein pauschales Netzbetreiber-Bashing betrieben und

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auf der anderen Seite werden beispielsweise Projektentwickler im Kontext Speicher als

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Gepäckentwickler und Projektentwickler als Gepäckentwickler betrieben. Das ist ein

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geldgieriger Glücksritter gelabelt. Ich denke derartige Zuschreibungen lösen keine der aktuell

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bestehenden.

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Wir laden Sie ein, bei unseren Fachgesprächen heute und in Zukunft konstruktiv und lösungsorientiert

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miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam nach Antworten und Lösungen für die drängenden

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Fragen zu suchen.

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Ein Mitstreiter, der im Maschinenraum der Energiewende über viele Jahre hinweg mit großem Engagement genau das getan hat, Lösungen gesucht hat, Lösungen gefunden hat und damit einen sehr wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende geleistet hat, ist am 24. Juli 2025 leider viel zu früh verstorben.

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Markus Radtke war der Clearingstelle von Anbeginn an sehr eng verbunden.

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Als Mitglied des für Prüfungen nach dem EEG zuständigen Arbeitskreises im Institut der Deutschen Wirtschaftsprüfer war er einer von vier Personen, die damals als IDW-Vertretung am 8. November 2007, also praktisch drei Wochen nach dem offiziellen Start unserer Arbeit, zum Gedankenaustausch bei der Clearingstelle zu Gast waren.

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Bei unserem 17. Fachgespräch war Markus Radtke auch Referent und erklärte uns damals die Rolle der Wirtschaftsprüfer und den Paragraf 50 EEG 2012.

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Markus Radtke fehlt uns und wir werden ihn als

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zugewandten, besonnenen und freundlichen Mitmenschen und engagierten Kollegen in bester Erinnerung war.

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nun zu einigen erfreulichen Neuigkeiten aus der Clearingstelle. Es ist mir eine besondere Freude,

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Ihnen in chronologischer Reihenfolge Kolleginnen und Kollegen vorzustellen,

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die wir seit dem letzten Fachgespräch neu in unser Team aufnehmen konnten.

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Camila Morapasten und Qudsia Noori sind seit dem 15. Juli bei uns als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und verwerken unser Datenbank-Team.

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Wir sind hier auch im Raum.

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Gleiches gilt für Dr. Malte Zoubek, der hier ebenfalls im Raum anwesend ist, der am 15. September zu uns gestoßen ist, ebenfalls als wissenschaftlicher Mitarbeiter.

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Und last but not least haben wir mit Nicola Knabenreich und Andreas Stahl Verstärkung für unser Finanz- und Personalteam.

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Nutzen Sie die Gelegenheit, kommen Sie mit den Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch, Sie werden es nicht bereuen.

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Wollte vergessen, pardon.

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Bevor wir gleich mit dem ersten Vortrag starten, wie immer noch einige organisatorische Hinweise.

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Wie immer ist es uns wichtig, dass wir hier keine Frontalbeschallung stattfinden lassen,

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sondern mit Ihnen hier im Saal, aber auch an den Endgeräten in den Büros so interaktiv wie möglich ins Gespräch kommen.

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Für alle, die online teilnehmen, gibt es wieder wie bei den letzten Fachgesprächen die Möglichkeit,

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über das Mentimeter entweder eigene Fragen zu stellen oder sich bereits gestellten Fragen anzuschließen.

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Wir werden dann die Fragen, die besonders großen Anklang finden,

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hier präsentieren und in die Diskussion einfließen lassen.

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Für Sie hier im Saal gibt es Saalmikrofone rechts und links.

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Wir laden Sie also herzlich ein, sich hier auch aktiv mit Ihren Fragen zu beteiligen.

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Wir haben ausführliche, längere Zeitfenster dafür reserviert.

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Nutzen Sie es gerne und wenn Sie sich beteiligen möchten, dann können Sie den Dreiklang bei uns erst anstellen,

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zweitens sich vorstellen und drittens Fragestellen.

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Das waren möglichst kurze und prägnante Fragen.

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Die Folien des heutigen Fachgesprächs und den Mitschnitt des Livestreams werden wir im Nachgang,

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in ca. zwei Wochen, zunächst für die angemeldeten Gäste und in etwa drei Monaten uneingeschränkt zugänglich machen.

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Wenn und soweit, wird die Zustimmung der Referentinnen und Referenten erhalten.

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Damit danke ich Ihnen ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und übergebe nun das Wort an meine Kollegin Catalina Krumrey,

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die Sie moderierend durch den Vormittag leitet. Vielen Dank.
