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Ausarbeitung eines Kapazitätsmechanismus für den deutschen Strommarkt

Die Studie „Ausarbeitung eines Kapazitätsmechanismus für den deutschen Strommarkt“, entwickelt ein umfassendes Konzept für einen zentralen Kapazitätsmechanismus zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit im deutschen Strommarkt. Hintergrund ist der steigende Bedarf an gesicherter Leistung im Zuge der Energiewende, des Rückgangs konventioneller Kraftwerke und der zunehmenden Elektrifizierung.

Im Zentrum der Analyse steht ein zentrales Kapazitätsmarktdesign, bei dem Anlagen für ihre Verfügbarkeit in Knappheitssituationen vergütet werden. Das vorgeschlagene Modell berücksichtigt dabei technologische Vielfalt, offene Teilnahmebedingungen, De-Rating-Faktoren sowie die Einbindung ausländischer Kapazitäten. Die Anforderungen der europäischen Elektrizitätsbinnenmarktverordnung (EU) 2019/943 und des EU-Beihilferechts bilden den rechtlichen Rahmen.

Ein Referenzszenario beschreibt den aktuellen Strommarkt ohne Kapazitätsmechanismus. Daran anknüpfend wird ein Zielmodell (Reformszenario) entwickelt, das zentrale Elemente wie Bedarfsfeststellung, Vertragslaufzeiten und Verfügbarkeitsverpflichtungen detailliert ausarbeitet. Zur Illustration dienen internationale Beispiele, insbesondere der belgische Kapazitätsmarkt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein zentraler Kapazitätsmarkt ein effektives Instrument sein kann, um in einem zunehmend erneuerbaren Stromsystem Versorgungssicherheit und Investitionsanreize zu gewährleisten. Eine Einführung sollte jedoch sorgfältig vorbereitet und mit einem realistischen Zeitrahmen sowie rechtssicherer Umsetzung erfolgen.

Datum
Autor(en)

Consentec GmbH und Ecologic Institut