Das Diskussionspapier „Rahmenfestlegung der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes)“ der Bundesnetzagentur behandelt die konzeptionelle Neuausrichtung der Netzentgeltsystematik im deutschen Strommarkt vor dem Hintergrund der Energiewende.
Ausgehend von veränderten Rahmenbedingungen – etwa der zunehmenden dezentralen Einspeisung erneuerbarer Energien, dem Netznutzungsverhalten und zusätzlichen Verbräuchen durch Elektromobilität oder Wärmepumpen – analysiert das Papier zunächst den Status quo der Netzentgeltbildung. Im Anschluss wird ein Zielbild entwickelt, das vier zentrale Dimensionen berücksichtigt: Kostenorientierung, Anreizfunktion, Finanzierungsbeteiligung und Umsetzbarkeit.
Auf dieser Grundlage werden Anpassungsoptionen diskutiert, etwa eine Beteiligung von Einspeisern an den Netzkosten, neue Preisgestaltungselemente wie Grund- oder Kapazitätspreise, die Einführung dynamischer Entgelte sowie bundeseinheitliche oder speicherbezogene Entgeltregelungen. Ziel des Papiers ist es, Impulse für ein konsistentes, zukunftsfähiges und marktdienliches Netzentgeltsystem zu setzen.