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Bericht zum Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien sowie zu Flächen, Planungen und Genehmigungen für die Windenergienutzung an Land

Gemäß § 98 EEG 2023 legt der Bund-Länder-Kooperationsausschuss der Bundesregierung regelmäßig einen Bericht über den Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien vor. Grundlage des vorliegenden fünften Berichts sind die von den Ländern übermittelten Daten für den Zeitraum 1. Januar – 31. Dezember 2024 sowie ergänzende Informationen für das erste Halbjahr 2025.

Der Anteil der erneuerbaren Energien wuchs 2024 um über 20 GW auf insgesamt 189 GW an. Haupttreiber war die Photovoltaik mit einem Zubau von 16,7 GW, während der Zubau der Windenergie an Land mit 2,6 GW unter den EEG-Zwischenzielen blieb. Insgesamt wurden 2024 rund 284 TWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, was einem Anteil von 54,4 % am Bruttostromverbrauch entspricht. Das im EEG 2023 festgelegte Ziel von 310 TWh wurde damit um 8 % verfehlt.

Beim Ausbau der Windenergie an Land lag der Schwerpunkt auf der Umsetzung des Windenergieflächenbedarfsgesetzes (WindBG). Zum 31. Dezember 2024 waren bundesweit rund 357.000 bis 371.000 Hektar (1,00 – 1,04 % der Bundesfläche) rechtswirksam für die Windenergienutzung ausgewiesen, wovon 262.500 Hektar anrechenbar sind. Einige Länder haben ihre Flächenziele bereits vollständig oder nahezu erreicht. Die Entwurfsplanungen für neue Flächen haben sich im Vergleich zu 2023 verdreifacht.

Die Genehmigungen für Windenergieanlagen nahmen 2024 deutlich zu. Insgesamt wurden 14,5 GW neu genehmigt, im ersten Halbjahr 2025 nochmals 8,4 GW. Die durchschnittliche Genehmigungsdauer sank auf 21 Monate, ab Vollständigkeit der Unterlagen auf 10 Monate. Hemmnisse bleiben insbesondere militärische Belange, Nutzungskonkurrenzen, fehlende Digitalisierung und Personalengpässe in den Behörden.

Der Bericht zeigt, dass die Photovoltaik ihre Ausbauziele übererfüllt hat, während die Windenergie an Land aufholen muss. Für die kommenden Jahre wird aufgrund hoher Genehmigungszahlen und Ausschreibungszuschläge mit einem beschleunigten Ausbau gerechnet.

Datum
Urheberschaft

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)