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Was gilt für Messeinrichtungen bei EEG-(Neu-)Anlagen?

Mit Inkrafttreten des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) am 2. September 2016 haben sich die Regelungen zur Messung für EEG-Anlagen grundlegend geändert. Es gilt § 10a EEG 2017, wonach für den Messstellenbetrieb für EEG- und KWKG-Anlagen die Regelungen des MsbG einschlägig sind.

Zu einigen Anwendungsfragen, die sich für EEG-Anlagen aus dem MsbG ergeben, hat die Clearingstelle die Empfehlung 2016/26, die Empfehlung 2017/27, die Empfehlung 2018/33 sowie die Empfehlung 2020/7 beschlossen.

Des Weiteren ist auf unserer Antwort auf die häufige Frage Welche Zähler sind bei Solarstromanlagen bis 10 kW und Eigenverbrauchsschaltung nötig? zu verweisen.

Im Übrigen sind spezielle Anforderungen zur messtechnischen Erfassung der EEG-umlagepflichtigen Strommengen einzuhalten. Hierzu hat die Clearingstelle die Empfehlung 2014/31 (s. Kapitel 5) veröffentlicht. Dabei ist zu beachten, dass die Neuregelung zur messtechnischen Vereinfachung bzw. Schätzung in § 62b EEG 2017 in der ab 22. Dezember 2018 geltenden Fassung in der Empfehlung 2014/31 nicht berücksichtigt wurden. Dazu hat die Bundesnetzagentur den Hinweis 2019/2 (Messen und Schätzen) zur Konsultation gestellt.
 
Zu den messtechnischen Anforderungen zur Vermeidung einer doppelten EEG-Umlagepflicht bei Stromspeichern hat die Clearingstelle die Empfehlung 2017/29  veröffentlicht.
 
Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der aktuellen Novellierung des EEG Änderungen hinsichtlich u.a. messtechnischer Anforderungen bei Neuanlagen sowie für sogenannte ausgeförderte Anlagen vorgesehen sind.
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