Direkt zum Inhalt

Bis wann sind EEG- und KWK-Anlagen im Marktstammdatenregister (MaStR) zu registrieren?

EEG- und KWK-Anlagen sind in der Regel innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister (MaStR) zu registrieren. Für Bestandsanlagen können andere Fristen gelten. Bei nicht fristgerechter Registrierung der Anlagen entfällt bzw. verringert sich der Anspruch auf Vergütung bis zur Registrierung gemäß § 52 EEG 2017. Die Fristen sind abhängig vom Inbetriebnahmedatum sowie anderen registrierungspflichtigen Ereignissen (z.B. einer Leistungserhöhung oder -verringerung der Stromerzeugungsanlage):

    1. EEG- und KWK-Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2017 sind innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme zu registrieren. 
      • Inbetriebnahme ab dem 31. Januar 2019: Verlust des Vergütungsanspruchs ab Inbetriebnahmedatum bis zum Zeitpunkt der Registrierung bei nicht fristgerechter Registrierung.
         
      • Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2017 und vor dem 31. Januar 2019: Verlust des Vergütungsanspruchs ab Start des MaStR-Webportals (31. Januar 2019) bis zum Zeitpunkt der Registrierung bei nicht fristgerechter Registrierung. Für bereits im MaStR-Übergangsregister registrierte EEG- oder KWK-Anlagen sind fehlende Daten im MaStR nachzutragen (sanktionsfrei). 
         
    1. EEG- und KWK-Anlagen mit Inbetriebnahme vor dem 1. Juli 2017 sind in der Regel bis zum 31. Januar 2021 zu registrieren.
      • Dies gilt für PV-Anlagen, die ab dem 1. Januar 2009 und vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden und bereits im Anlagenregister oder PV-Meldeportal registriert wurden, sowie für PV-Anlagen, die vor dem 1. Januar 2009 in Betrieb genommen wurden und damit bisher keiner Registrierungspflicht unterlagen.
         
      • Dies gilt ebenso für andere EEG-Anlagen (Wind, Biomasse, Geothermie, Grubengas, EE-Speicher), die zwischen dem 1. August 2014 und 1. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden und die bereits im Anlagenregister registriert wurden, sowie für solche, die vor dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden und damit keiner Registrierungspflicht unterlagen.
         
      • Ausnahmen bilden EEG- und KWK-Anlagen, deren Leistung sich nach dem 30. Juni 2017 verändert hat. Diese sind bis zum 31. Juli 2019 zu registrieren, wobei die Sanktionierung auch hier erst ab dem 31. Januar 2021 greift.
         
      • Generell gilt: Waren die EEG- oder KWK-Anlagen bereits im MaStR-Übergangsregister registriert, sind weitere Daten im MaStR nachzupflegen. 
         

    Hinweis: Auch Speicher sind Stromerzeugungsanlagen und entsprechend im MaStR zu registrieren (reine EE-Speicher gelten als EEG-Anlage). Brennstoffzellen sind als KWK-Anlagen ebenfalls registrierungspflichtig.

    Zudem sind Projekte und Stromerzeugungsanlagen oder -einheiten, die nicht dem EEG- und KWK-Bereich zuzuordnen sind, im MaStR (mit anderen Fristen) anzumelden. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie bei der Webhilfe des Marktstammdatenregisters, den Seiten der Bundesnetzagentur oder den Vortragsfolien der BNetzA zum Marktstammdatenregister des 33. Fachgesprächs der Clearingstelle. 

    erstellt am
    Textfassung vom
    zuletzt geprüft am