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Ist ein Netzanschlussbegehren erforderlich, damit der Netzbetreiber unverzüglich handelt?

Ja.

Erst das Netzanschlussbegehren führt dazu, dass ein Rechtsverhältnis zwischen Anlagenbetreiberin bzw. -betreiber und Netzbetreiber entsteht sowie Rechte und Pflichten zu beachten sind. Ein Netzanschlussbegehren ist eine Erklärung gegenüber dem zuständigen Netzbetreiber, dass dieser für eine geplante Anlage den Verknüpfungspunkt ermitteln und die Anlage anschließen soll. Diese muss dem Netzbetreiber zugehen, damit Rechte und Pflichten ausgelöst werden.

In diesem ist mindestens die maximal zu installierende Leistung, die Art der Anlage (insbesondere den Energieträger), die Anschrift (soweit vorhanden) oder sonst eine nähere Bezeichnung des Standorts der Anlage und der Einspeisewillige anzugeben.

Den Begriff des „qualifizierten Netzanschlussbegehrens“ in der Übergangsbestimmung (§ 66 Absatz 18 Satz 2 EEG 2012) hat die Clearingstelle in ihrem Hinweis 2012/10 und den Begriff des "Netzanschlussbegehrens" in § 5 EEG 2012 bzw. § 8 EEG 2014/EEG 2017 in ihrem Hinweis 2013/20 geklärt. Die Vorschrift zum Netzanschluss gilt auch für KWKG-Anlagen.

Näheres können Sie auch in dem Votum 2013/35 der Clearingstelle nachlesen.

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