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Ist es zur Verkleinerung von PV-Anlagen notwendig, Module physisch zu entfernen?

Nein, ein fachgerechtes Herauslösen der Module aus dem elektrischen Verbund ist ausreichend.

Verschiedentlich werden PV-Installationen nach ihrer Inbetriebnahme verkleinert, etwa um die Grenzen des § 9 Abs. 2 EEG 2017 bzw. § 9 Abs. 2 EEG 2014 nicht zu überschreiten. Hierzu reicht es aus, Module elektrisch fachgerecht und dauerhaft aus der PV-Installation herauszulösen, so dass diese Module nicht mehr i.S.v. § 3 Nr. 30 EEG 2017 bzw. § 5 Nr. 21 EEG 2014 „in Betrieb“, sondern außer Betrieb genommen sind. Diese Module sind dann bei der Ermittlung der installierten elektrischen Leistung der PV-Installation nicht mehr zu berücksichtigen. Bestätigt z.B. das ausführende Elektrounternehmen die fachgerechte und auf Dauer angelegte Herausnahme eines Moduls (also einer Anlage im Rechtssinn) aus der elektrischen Gesamtinstallation in ähnlicher Weise wie bei einer Inbetriebnahme,  wird die installierte elektrische Leistung nur noch aus den verbliebenen Modulen gebildet.

Eine physische Entfernung des Moduls bzw. der Module, etwa vom Dach oder - bei dachintegrierten Anlagen - aus der Dachhaut, ist nicht erforderlich.

Beachten Sie bitte, dass Anlagenbetreiberinnen und -betreiber auch Anlagen, die vor dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden, gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 der AnlRegV bzw. ab dem 1. Juli 2017 gemäß § 7 Abs. 1 MaStRV bei der BNetzA registrieren lassen müssen, wenn die installierte Leistung der Anlage vermindert wird.

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