Kann zwischen (vergütetem) Eigenverbrauch und Volleinspeisung gewechselt werden?

Häufige Frage  – Schlagworte: Eigenversorgung · Messung

erstellt am: 

31.10.2011

Textfassung vom: 

09.09.2018

zuletzt geprüft am: 

11.02.2019

Gesetzesbezug: 

Ja.

Anlagenbetreiberinnen und -betreiber können zwischen dem vergüteten Eigenverbrauch und Volleinspeisung wechseln. Die Zeiträume des Eigenverbrauchs und der Wechselzeitpunkt sind dem Netzbetreiber jedoch vorher anzuzeigen. Zwischen Anlagen- und Netzbetreiber ist hierfür eine angemessene Frist festzulegen. Diese Frist muss gewährleisten, dass die Information über die Zeiträume des Eigenverbrauchs dem Übertragungsnetzbetreiber spätestens im Zeitpunkt der Vortagesprognose, d.h. zwei Tage vor dem Tag der Stromerzeugung vorliegt. Dies gilt vorbehaltlich anderweitiger Vorgaben der Bundesnetzagentur.

Näheres zu den Wechselintervallen und der Anzeigepflicht können Sie in Abschnitt 3.1.8 der Empfehlung 2011/2/1 nachlesen.

Zu den messtechnischen Voraussetzungen bei einer Umstellung auf den Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung lesen Sie bitte die Empfehlung 2011/2/2.

Bitte berücksichtigen Sie, dass es seit dem  EEG 2012 in der seit dem 1. April 2012 geltenden Fassung keine Regelung zum vergüteten Eigenverbrauch mehr gibt.

Auch bei nicht vergütetem Eigenverbrauch können Anlagenbetreiberinnen und -betreiber bei Einhaltung der oben dargestellten Melde- und Anzeigefristen zwischen Überschusseinspeisung und Volleinspeisung wechseln, vorausgesetzt, dass ihre Anlage über einen Erzeugungszähler verfügt.

Informationen zu der Frage, unter welchen Voraussetzungen Eigenversorger zur Zahlung der EEG-Umlage verpflichtet sind, finden Sie hier.

 

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