Wird durch den Verbrauch von Strom in einem Messgerät die Inbetriebnahme einer PV-Anlage ausgelöst?

Häufige Frage

erstellt am: 

11.08.2011

Textfassung vom: 

23.01.2018

zuletzt geprüft am: 

23.01.2018

Gesetzesbezug: 

Im Hinblick auf das Kriterium des Stromverbrauchs ja. Gemäß dem Hinweis vom 25. Juni 2010 ist eine PV-Anlage im Sinne des § 3 Nr. 5 EEG 2009 - bei Vorliegen der weiteren, im Hinweis genannten Voraussetzungen - in Betrieb gesetzt, sobald erstmals durch die Anlagenbetreiberin bzw. den Anlagenbetreiber bzw. auf deren Geheiß Strom erzeugt und dieser außerhalb der Anlage umgewandelt („verbraucht“) wird. Eine solche Umwandlung des Stroms kann in einer jeglichen Verbrauchseinrichtung stattfinden. Daher kommt auch ein Messgerät als entsprechende Verbrauchseinrichtung in Betracht, wenn in dieser ein messbarer Stromverbrauch stattfindet. Dies wird in der Regel bei handelsüblichen Digital-Multimetern der Fall sein. Es ist jedoch zu beachten, dass Spannungsmessgeräte, in denen kein Strom fließt, so z.B. im Fall von elektrostatischen Messgeräten, diesen Bedingungen nicht gerecht werden. Diese Auffassung wurde in der Stellungnahme vom 5. Oktober 2015 »Inbetriebnahme von PV-Anlagen unter dem EEG 2012 - Nachweisfragen (III)« bestätigt.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der sog. PV-Novelle mit dem EEG 2012 in der ab dem 1. April 2012 geltenenden Fassung zusätzliche Voraussetzungen für die Inbetriebnahme eingeführt worden sind.

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