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Ist Solarstrom förderfähig, wenn er auf Ackerflächen gewonnen wird, die in einem Abstand von 110 Metern zu Autobahnen oder Schienenwegen liegen?

Ja – wenn die jeweils geltenden weiteren Fördervoraussetzungen ebenfalls erfüllt sind. 

§ 32 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 EEG 2009 bzw. § 32 Abs. 1 Nr. 3 c) aa) EEG 2012 bzw. § 51 Abs. 1 Nr. 3 c) aa) EEG 2014 und § 48 Abs. 1 Nr. 3 c) aa) EEG 2017 stellen für die Förderung von PV-Freiflächenanlagen, die sich im Geltungsbereich eines (auch) zu diesem Zweck aufgestellten oder geänderten Bebauungsplans auf Flächen befinden, die längs von Autobahnen oder Schienenwegen liegen und die in einer Entfernung bis zu 110 Metern, gemessen vom äußeren Rand der befestigten Fahrbahn, errichtet werden, keine weitergehenden flächenbezogenen Voraussetzungen auf. Insbesondere ist die Regelung auch dann anwendbar, wenn es sich bei diesen Flächen um Ackerflächen handelt. Dass PV-Anlagen auf ehemaligen Ackerflächen seit dem 1. Juli 2010 nicht mehr gefördert werden, steht einem Vergütungsanspruch damit nicht entgegen.

Zu der Frage, wann die Voraussetzung erfüllt ist, dass PV-Anlagen „innerhalb eines Abstandes von 110 Metern zu Autobahnen oder Schienenwegen“ errichtet worden sind, hat die Clearingstelle EEG den Hinweis 2011/8 herausgegeben.

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